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Ein Pyromusical ist ein Showformat, bei dem Feuerwerkseffekte Sekunde für Sekunde auf ein Musikstück choreografiert werden. Bei einer gewöhnlichen Vorführung werden die Effekte im Rhythmus des Operators nacheinander gezündet; bei einem Pyromusical wird der Himmel wie ein Instrument im Orchester gespielt.

Was es von einer gewöhnlichen Vorführung unterscheidet

Der Unterschied beginnt in der Vorbereitung. Das Stück wird Takt für Takt analysiert: eine Tempokarte wird erstellt, Schläge, Übergänge, Crescendi und Stille werden markiert. Anschließend wird jeder musikalischen Phrase eine Effektfamilie zugeordnet — ein Kometenfächer für eine aufsteigende Passage, breite Päonien-Kugelbomben für einen explodierenden Refrain, eine mehrschichtige Barrage für das Finale.

Das Millisekunden-Problem

Zwischen der Zündung einer Kugelbombe und ihrem Aufblühen am Himmel liegen 2 bis 8 Sekunden, je nach Kaliber. Der Designer berechnet diese Verzögerung für jeden Effekt rückwärts: Wenn die Musik bei 04:32 ihren Höhepunkt erreicht, muss eine 8-Sekunden-Kugelbombe bei 04:24 gezündet werden. Diese Berechnung wird für Hunderte von Effekten einzeln durchgeführt, und die Show wird in ein timecode-gekoppeltes digitales Zündsystem geladen. In der Shownacht sind menschliche Reflexe nie im Spiel — die Choreografie läuft genau so ab, wie sie geschrieben wurde.

Warum ist es eindrucksvoller?

Wo wird es eingesetzt?

Städtische Feierlichkeiten, Festival-Eröffnungen und -Abschlüsse, Galaabende in Hotels und Hochzeitsfinale. Besonders bei Hochzeiten wird eine auf das Lied des Paares geschriebene Show zum meistbesprochenen Moment des Abends.

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